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Unsere TV-Reportage „Ein Anker in seelischer Not“

Ein 30-minütiger Film über die Freakrunner, eine ganz besondere Selbsthilfegruppe in Nürnberg.

Diese Gemeinschaften sind heute ein anerkannter und unverzichtbarer Teil unseres Gesundheits- und Sozialsystems. In Mittelfranken gibt es derzeit fast 900 Selbsthilfegruppen, in denen sich Menschen treffen, um sich gegenseitig zu stützen und unterstützen. Gerade bei psychischen Problemen wie Depression oder einer bipolaren Störung kann diese Gemeinschaft viel Halt geben. Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen, kurz „Kiss“ in Nürnberg, informiert, berät und unterstützt zu allen Belangen rund um die gesundheitsbezogene und soziale Selbsthilfe.

Wir stellen diese Einrichtung vor und sprechen mit Mitarbeitern und Verantwortlichen über ihre Erfahrungen.

Eine Selbsthilfegruppe, die von Kiss betreut wird, sind die Freakrunner. In ihr treffen sich Betroffene und nicht Betroffene zum regelmäßigen Laufen in freier Natur. Die Laufgruppe fällt schon alleine durch ihren progressiven und gewollt provozierenden Namen auf. Freakrunning geht andere Wege als herkömmliche Selbsthilfegruppen. Dies zeigt sich schon allein am Logo und dem Slogan, die eher auf schrille und bunte Art Aufmerksamkeit erregen sollen. Seit über fünf Jahren gibt es die Laufgruppe und die Teilnehmerzahl der Mitlaufenden wächst stetig.

Wir sprechen mit Jörg Bayer, dem Gründer von Freakrunning und begleiten die Gruppe auf ihrer wöchentlichen Tour um den Wörter See. Dabei kommen wir auch mit einer weiteren Läuferin ins Gespräch und versuchen mit Sportmedizinern zu klären, warum gerade Ausdauersport bei depressiven Problemen eine Therapiemöglichkeit sein könnte.

Volle Rückendeckung für dieses außergewöhnliche Konzept gibt es vom Verein Nürnberger Bündnis gegen Depression. Er wurde im Januar 2001 als bundesweit einzigartiges Modellprojekt in Nürnberg ins Leben gerufen und hat sich mittlerweile sehr erfolgreich etabliert. Der Verein setzt sich aus Fachärztinnen und -ärzten für Psychiatrie und Psychotherapie aus dem stationären und aus dem ambulanten Bereich, Psychotherapeutinnen und -therapeuten, Vertretern von Beratungsstellen und ambulanten Hilfseinrichtungen und Vertretern aus der Wirtschaft und der Stadt Nürnberg zusammen. Evelyn Kretschmar engagiert sich seit der Gründung in diesem Verein und ist für uns in der Reportage kompetente Ansprechpartnerin zu den Fragen wie die gesundheitliche Situation depressiver Menschen verbessert werden kann und wie das Wissen über diese Krankheit in der Bevölkerung erweitert werden kann.

Und damit möchten wir auch das Ziel unserer Reportage erreichen: Die Entstigmatisierung dieser Krankheit voran zu bringen.