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Leidenschaft fürs Theater

Oft bin ich zweimal in der Woche mit der Kamera im Theater. Die Produktion von Trailern ist mittlerweile mein Steckenpferd. Ich drehe regelmäßig für die Staatsopern in Nürnberg und Stuttgart, das Prinzregententheater in München und nicht zuletzt für das Stadttheater in Fürth. Mit ihm fing 2008 meine Arbeit für kulturelle Einrichtungen auch an.

Von der Oper über das Schauspiel bis hin zum Kindertheater

Theatertreffen_5Zum Theaterkritiker werde ich nicht mehr, obwohl ich regelmäßig die unterschiedlichsten Inszenierungen sehen darf. Ich kann nach den Stücken selten eine Einschätzung geben, wie es war. Ich bin einfach zu sehr mit den Filmaufnahmen beschäftigt. Erst beim Schnitt bekomme ich ein Gefühl für Tempo, Dramatik und Zusammenhänge, erkenne ich Stärken oder Schwächen der Schauspieler und der gesamten Inszenierung. Bei den Dreharbeiten bin ich auf Aktionen und Interaktionen, Bewegungen, Dialoge, Auftritte und Abgänge fixiert, verfolge alles durch den Kamerasucher und konzentriere mich auf Einstellungsgrößen, Bildausschnitte und lauere auf entscheidende Momente auf der Bühne. Da ist der Blick für das große Ganze erst einmal zweitrangig.

Theatertreffen_1Deswegen freue ich mich immer auf die Einspielung des Materials. Wenn ich mich, am Schnittplatz angekommen, zurücklehnen kann und das Stück in voller Länge betrachte. Aus dem gedrehten Material schneide ich dann meistens einen kurzen Trailer. Der ist dann auf der Internetseite oder einer App des jeweiligen Theaters zu sehen. Ich verwende dazu auch immer wieder ein Interview mit dem jeweiligen Dramaturgen, Regisseur oder Darsteller, arbeite mit professionellen Sprechern einen Off-Text aus und produziere hin und wieder auch kleinere Sequenzen für Infoscreens im Foyer der Theater. Das Stadttheater Fürth beispielsweise möchte dann noch eine komplette Dokumentation von mir haben, für Wiederaufnahmen und Gastspiele.

Der Schnitt ist immer wieder ein Kompromiss

Welche Szenen müssen rein, welche fliegen raus? Ich muss mich in der Postproduktion oft von schön gedrehten Passagen verabschieden, weil sie vom Schnitttempo nicht funktionieren, der Bildausschnitt nicht zum bereits verwendeten passt und der Anschluss technisch unmöglich ist oder einfach die Geschichte nicht erzählt und trägt.

Theatertreffen_3Ich mag meine Arbeit aber gerade deswegen sehr gerne. Da ich ja meistens bei Hauptproben und Generalproben drehe, bekomme ich auch immer ein bisschen Theateratmosphäre mit. Man spürt die Anspannung des Teams und des Ensembles, die sich nach der Probe hin und wieder mal entlädt. Da bin ich dann froh, nicht im Rampenlicht zu stehen und alles nur durch meinen Sucher betrachten zu können.

Beispiele meiner bisherigen Produktionen fürs Theater finden Sie im Bereich „Videos/Kultur“.

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